Prüfverfahren

Digital Asset Assessment Framework

Bevor Kapital fliesst, wird geprüft: Das DAAF ist das proprietäre Prüf-Framework für Token- und Tokenisierungsvorhaben — dokumentierte Methodik, standardisierter Zehn-Schritte-Prozess, definierte Arbeitsergebnisse. Es bildet die Grundlage, auf der Vorhaben beurteilt und Investoren zugeführt werden.

DokumentenbasiertQuellenreferenziertVier-Augen-ReviewReproduzierbar
Positionierung

Prüfung an den Schnittstellen

Die Beurteilung von Digital-Asset-Vorhaben verlangt drei Kompetenzfelder gleichzeitig: Tokenarchitektur, regulatorische Einordnung und die Ökonomie des unterliegenden Assets. Klassische Due-Diligence-Prozesse trennen diese Felder in Silos — Legal, Financial, Technical — und prüfen sie durch getrennte Gutachter. Token-Strukturen scheitern jedoch regelmässig an den Schnittstellen: dort, wo Produktqualifikation, Kollateralstruktur und technische Implementierung ineinandergreifen. Das DAAF prüft genau diese Schnittstellen — in einem integrierten Verfahren, eingesetzt sowohl zur unabhängigen Prüfung von Investitionsvorhaben (Family Offices, Fonds, institutionelle Investoren) als auch zur Readiness-Prüfung von Emittenten.

Methodik

Tatsachen und Bewertung, durchgängig getrennt

Jede Aussage eines Prüfmemorandums wird einer von drei Kategorien zugeordnet und entsprechend gekennzeichnet:

Befund

Dokumentierte beziehungsweise belegbare Tatsachen — mit Quellenreferenz in der Source Documentation.

Offene Frage

Nicht dokumentierte, aufklärungsbedürftige Sachverhalte — überführt in das Issues Register mit zugeordneter Unterlagenanforderung (Evidence Register).

Einschätzung

Risikobewertung der Autoren — als solche gekennzeichnet und in der Assessment Matrix nach Plausibilität und Tragweite eingeordnet.

Geprüft wird dokumentenbasiert entlang eines standardisierten Prüfkatalogs: Gesellschaftsstruktur, Technologie-Validierung, Asset-Bewertung, Tokenstruktur und Investorenrechte, Regulatorik, Governance. Memoranden durchlaufen vor Freigabe ein internes Vier-Augen-Review mit getrennten Bearbeitungs- und Freigaberollen und werden versioniert geführt.

Prüfprozess

Zehn Schritte, zwei Leistungslinien

01Kick-offMandats- und Zielklärung
02DokumentenanforderungEvidence Register
03ErstprüfungVollständigkeit, Findings
04AnalyseStruktur, Regulatorik, Bewertung
05InterviewsManagement, Fachträger
06Issues RegisterDokumentiertes Q&A
07PrüfmemorandumVersioniert, quellenreferenziert
08Management ReviewVier-Augen-Freigabe
09MassnahmenplanPriorisiert, adressiert
10UmsetzungGetrenntes Mandat

Schritte 01–08: Prüfmandat (Leistungslinie 1) · Schritte 09–10 (gestrichelt): Übergang in ein getrenntes Umsetzungsmandat (Leistungslinie 2)

Projektlebenszyklus

Vom Konzept bis zum Sekundärmarkt

Das Framework begleitet Vorhaben über den gesamten Lebenszyklus: Leistungslinie 1 setzt in den Phasen Readiness und Due Diligence an, Leistungslinie 2 trägt Emission, Betrieb und laufende Pflege.

AIdeaKonzept, Struktur-Skizze
BReadinessGap-Analyse
CDue DiligenceInitial / Full-Scope
DIssuanceDokumentation, Deployment
EOperationsRegister, Reporting
FMonitoringContinuous Screening
GSecondary MarketTransfer-Compliance
HLifecyclePflege, Re-Assessment
Leistungslinien

Prüfung und Umsetzung — getrennt mandatiert

Leistungslinie 1

Unabhängige Prüfung

Drei Mandatsformen: Initial Assessment auf Basis der vorgelegten Unterlagen (typisch 5–10 Arbeitstage, Festpreis), Full-Scope Due Diligence datenraumgestützt entlang des vollständigen Prüfkatalogs, Continuous Screening im Retainer-Modell. Arbeitsergebnisse je Mandat:

  • Executive Summary — Einordnung des Prüfgegenstands und Methodikerklärung
  • Prüfmemorandum — durchgängige Befund-/Offene-Frage-/Einschätzung-Kennzeichnung, quellenreferenziert, versioniert
  • Findings & Issues Register — je offenem Punkt mit zugeordneter Unterlagenanforderung (Evidence Register)
  • Assessment Matrix — Einordnung nach Eintrittsplausibilität und struktureller Tragweite
  • Regulatory Assessment — Produkteinordnung (MiCA, ADGM FSRA, FIDLEG), Abgrenzung Entitätsregistrierung / Produktzulassung
  • Token Structure & Control Review — Sicherheiten-, Rücknahme- und Interessenkonfliktanalyse
  • Priorisierte Massnahmenliste — Grundlage für Nachforderungen oder ein anschliessendes Umsetzungsmandat
Leistungslinie 2

Umsetzung identifizierter Massnahmen

Ein getrenntes, eigenständig beauftragtes Mandat: die Behebung der in einer Prüfung — der eigenen oder einer fremden — identifizierten strukturellen, regulatorischen und technischen Lücken. Arbeitsergebnisse je nach Zuschnitt:

  • Tokenstruktur-Spezifikation — ERC-3643-Basis, Whitelisting- und Transfer-Restriktionen, Rücknahme- und Liquiditätsmechanik, dokumentierte Sicherheiten- und Treuhandarchitektur
  • Regulatorisches Dokumentationspaket — Produkteinordnung, Whitepaper und Offenlegungsdokumente, Vorbereitung von Legal-Opinion-Prozessen, Emissionsdokumentation
  • Implementierte Systeme — Token-Deployment, Register- und Compliance-Tooling, Investorenportale, Custody-Anbindung, Reporting — mit vollständiger technischer Dokumentation
  • Datenraumstruktur — entlang der Prüfkataloge institutioneller Investoren, einschliesslich laufender Dokumentenpflege
Qualität

Sechs Grundsätze

Dokumentenbasiert

Grundlage jeder Aussage sind vorgelegte oder öffentlich verfügbare Unterlagen.

Quellenreferenziert

Jeder Befund trägt eine Referenz in die Source Documentation.

Getrennt gekennzeichnet

Tatsachen und Bewertung sind durchgängig unterscheidbar.

Versioniert

Jeder Bearbeitungsstand eines Memorandums ist rekonstruierbar.

Vier-Augen-Review

Freigabe erst nach unabhängiger interner Gegenprüfung mit getrennten Rollen.

Reproduzierbar

Dieselben Unterlagen führen zum selben Ergebnis — unabhängig vom Bearbeiter.

Governance

Scope und Mandatstrennung

Nicht Gegenstand des Verfahrens

Das DAAF umfasst ausdrücklich keine steuerliche Würdigung, keine Rechtsberatung, keine Investmentempfehlungen, keine Wirtschaftsprüfung im Sinne der gesetzlichen Revision und keine abschliessende Bewertung einzelner Vermögenswerte. Geprüft wird die Nachvollziehbarkeit dargestellter Strukturen; wo Rechts-, Steuer- oder Bewertungsfragen berührt sind, erfolgt die Bearbeitung in Abstimmung mit den hierfür mandatierten Beratern des Auftraggebers.

Mandatsgrundsätze

Leistungslinie 1 (unabhängige Prüfung) und Leistungslinie 2 (Umsetzung) sind getrennte Mandate mit getrennter Beauftragung. Es wird nicht gleichzeitig auf Investoren- und Emittentenseite derselben Transaktion gearbeitet. Bestehende oder frühere Mandatsbeziehungen zu einer Transaktionspartei werden vor Mandatsannahme offengelegt. Ein Umsetzungsmandat im Anschluss an eine eigene Prüfung setzt die ausdrückliche Kenntnis und Zustimmung des Auftraggebers der Prüfung voraus.

Abgrenzung

DAAF gegenüber klassischer Due Diligence

Token-Vorhaben scheitern regelmässig an den Schnittstellen zwischen Recht, Struktur und Technik — genau dort, wo getrennte Gutachten aneinander vorbeilaufen. Prüftiefe entsteht im DAAF zudem aus Umsetzungserfahrung: Geprüft wird mit dem Wissen dessen, der die Struktur selbst bauen müsste.

Klassische Due DiligenceDAAF
Legal, Financial und Technical getrennt beauftragtIntegrierte Bewertung der Schnittstellen in einem Verfahren
DokumentenprüfungDokumentenprüfung plus technische Plausibilisierung durch Praktiker
Externe Spezialisten je FachgebietDokumentierte, einheitliche Methodik mit institutionell verankertem Vier-Augen-Prinzip
ErgebnisberichtVersioniertes Framework mit definierten Deliverables: Register, Assessment Matrix, Massnahmenplan
Manuelle DurchsichtTechnologiegestützte Durchführung: strukturierte Dokumentenextraktion, Konsistenzprüfung über Dokumente hinweg, Quellenverknüpfung, automatische Widerspruchserkennung, Priorisierung — deutlich verkürzte Analysezyklen
Anwendung

Anwendungsbereiche des Frameworks

Regulatorik

MiCA-Dokumentationsprojekte · FIDLEG-Einordnung · ADGM FSRA · Whitepaper- und Offenlegungsdokumentation

Technologie

ERC-3643-Strukturen · Register- und Portalsysteme · Custody-Anbindung · Hardware-Wallet-Ökosysteme

Governance & Analyse

Institutionelle Due Diligence · Tokenomics Reviews · Strukturierung · Interessenkonflikt- und Control Reviews

Die Anwendung stützt sich auf dokumentierte Projektarbeit. Referenzarbeiten — vollständige MiCA-Dokumentationssätze, ERC-3643-Emissionsinfrastruktur und Prüfmemoranden in anonymisierter Form — können im Rahmen eines Erstgesprächs unter Vertraulichkeit eingesehen werden.

Projektstart

Vom Erstkontakt zum Mandat

Sämtliche Schritte bis zum Initial Assessment sind ohne weitergehende Verpflichtung des Auftraggebers:

01NDAVertraulichkeit ab Erstkontakt
02Kick-offMandats- und Zielklärung
03DokumentenlisteEvidence Register, Anforderung
04Initial AssessmentFestpreis, 5–10 Arbeitstage
05ErgebnisgesprächMemorandum, Findings
06EntscheidungFull-Scope, Umsetzung oder Abschluss
Erstgespräch anfragen

Das Digital Asset Assessment Framework (DAAF) ist ein proprietäres, dokumentiertes und versioniert gepflegtes Prüf-Framework (© 2026 C&W Software Labs AG). Analysen stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar.